29.08.2018 0 Kommentare

Auszeit für die Seele – auch von Studienreisen durch Indien lernen

Heilpraktiker Christian Rüger bloggt: Wissen aus der Naturheilpraxis

Habt ihr schon euren Urlaub gebucht? Oder habt ihr euch für „Bad Meingarten“ entschieden, also die Ferien in den heimischen Gefilden? Falls ihr noch auf der Suche seid, kann ich euch Indien als Reiseziel empfehlen. Gerade für Menschen, die von einem sehr stressigen Alltag echte Ablenkung und Erholung suchen.

Bereits vor vielen Jahren haben mir Freunde während eines Aufenthaltes in China von ihren Reisen durch Indien erzählt. Sie haben Spannendes erlebt. Deshalb habe ich mich näher mit dem Land und seinen Besonderheiten beschäftigt, was mich dazu bewog dort zu schauen und dort vor allem selbst zu erfahren.

Indien ist riesig

Schon die Größe des Landes ist beeindruckend. Indiens Fläche ist fast zehnmal so groß wie die von Deutschland. In den stark besiedelten Regionen leben bis zu fünfmal so viele Menschen pro Quadratkilometer wie hierzulande. Mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden gibt es fast so viele Inder wie Chinesen (1,4 mrd.) und auf einen Deutschen kommen 16 Inder.

Das Land ist ein Vielvölkerstaat, den man gut mit der ethnischen Vielfalt aller europäischen Länder vergleichen kann. Es werden weit über 100 Sprachen gesprochen. Neben den beiden landesweiten Amtssprachen Hindi und Englisch erkennt die indische Verfassung 21 weitere Sprachen an.

Heilpraktiker Christian Rüger bloggt

Religion und Spiritualität

Indien bietet eine breite Religionslandschaft mit sechs Großreligionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus, Islam und Christentum. Nur 0,2 % der Bevölkerung geben an, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören.

Diese hohe Religiosität, die vielen Sprachen und Völker sowie die jahrtausendealte Geschichte des Landes haben zu einer reichhaltigen kulturellen Vielfalt geführt mit unzähligen lokalen Identitäten, Bräuchen und Riten.

Texte aus den indischen Religionen, der indischen Philosophie und Literatur werden zur Weltliteratur gezählt, indische Bauwerke gehören zum Weltkulturerbe. Aspekte der indischen Popkultur, speziell der populäre indische Film und die indische Küche haben weltweit Bekanntheit erlangt.

Gesundheitswissen inspiriert durch Studienreisen

Indiens viertgrößte Stadt

Um die indische Kultur zu bereisen und zu erkunden, empfiehlt sich ein Trip nach Hyderabad im Bundesland Telangana. Dort sollte man das AP State Archaeology Museum besuchen. Es beherbergt eine beeindruckende Sammlung an buddhistischer, jainistischer und hinduistischer Kunst. In der malerischen orientalischen Altstadt von Hyderabad duftet es wie es heißt überall nach typisch indischen Gewürzen, die an den zahlreichen Marktständen angeboten werden.

Die indische Küche wird von würzigen Currys (Soßen) und Masalas (Gewürzmischungen) dominiert. Dazu gibt es häufig cremige Chutneys mit Gemüse und Obst. Reis, Hülsenfrüchte, Hefebrot, Butterschmalz (Ghee) und Joghurt sind ebenfalls gängige Lebensmittel. Fleisch spielt eine untergeordnete Rolle. Die indischen Muslime essen kein Schweine-, die Hindus kein Rindfleisch. So kommt es, dass sich rund 20 % der Inder als Vegetarier bezeichnen, während es in Deutschland nur 6 % sind.

Heilkräuter - mehr als nur Gewürze

Getrunken wird Kaffee, Tee, Masala Chai (ein Milchtee mit Gewürzen) und Joghurtgetränke wie Lassi. Alkoholische Getränke werden von vielen Indern aus religiösen Gründen abgelehnt. In einigen Bundesstaaten ist Alkohol generell nicht erhältlich. Aber westliche Einflüsse machen auch vor Indien nicht halt und Alkoholverbote werden nach und nach gelockert.

Anders als im Westen: indisches Yoga

Besonders schön ist die Einstellung der Inder zu Körper und Seele. Der Glaube an Gottheiten und Wiedergeburt führt zu einem bewussten Umgang mit dem eigenen ich. Yoga ist in der Folge eine Form religiöser Lebenserfahrung.

Farid Zitoun: Bedeutung von Yoga in der Naturheilpraxis

„Anders als bei uns im Westen ist Yoga keine Übung, die vorrangig körperlicher Entspannung dient“, dieses Wissen teilen mein Kollege, der Heilpraktiker und YouTuber Farid Zitoun und ich auch mit unseren Patienten in der täglichen Praxis. „Indisches Yoga ist vielmehr eine komplexe philosophische Lehre zu „Vereinigung“ und „Integration“ (beides Bedeutungen des Wortes Yoga) des eigenen Bewusstseins, zu ganzheitlicher Gesundheit und spiritueller Erfahrung.“

Einige meditative Formen von Yoga legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, andere mehr auf körperliche Übungen und Atemübungen (Pranayama), andere Richtungen betonen die Askese, also den Verzicht von Überflüssigem. Übrigens lebt und praktiziert Farid Zitoun dieses Wissen nicht nur als Alternativmediziner sondern auch ganz persönlich für seine körperliche und geistige Fitness. Wusstet ihr eigentlich, dass Yoga 2016 sogar als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO (https://ich.unesco.org/en/RL/yoga-01163) anerkannt wurde?

Hierzulande belegen immer mehr wissenschaftliche Studien den positiven Gesundeitseffekt von Yoga als Mittel der Komplementärmedizin: https://www.aerzteblatt.de/archiv/175449/Wirksamkeit-von-koerperorientiertem-Yoga-bei-psychischen-Stoerungen.

Mehr als feiern - Tanzen als Therapie

Eine Feier ohne Tanz? Undenkbar!

Tänze sind besonders im Hinduismus von großer Bedeutung. Einerseits als getanzte Version des Gebetes, andererseits um mythologische Themen darzustellen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich in Indien eine ungeheure Vielfalt von klassischen Tänzen, die meist Züge des Schauspiels tragen, herausgebildet hat. Der Tanz ist eine der am höchsten entwickelten Kunstformen Indiens. Oft haben selbst kleinste Bewegungen und Gesichtsausdrücke eine sinnbildliche Bedeutung.

Darüber hinaus existieren in Indien unzählige regionale Volkstänze. Diese werden zu den unterschiedlichsten Anlässen dargeboten, etwa zu Hochzeiten, lokalen Festen, bei der Ernte oder zu Beginn des Monsuns.

Besonders für Deutsche, wo es hierzulande doch immer eine Weile dauert, bis sich der ein oder andere auf die Tanzfläche traut, muss es eine tolle Erfahrung sein in Indien zu erleben, wie sowohl Frauen als auch Männer jede Gelegenheit nutzen, um das Tanzbein zu schwingen.

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Bollywood: Die größte Filmindustrie der Welt

Zu einer Indienreise gehört auch ein Besuch im Kino. Selbst Hierzulande haben sich die bunten Liebes- und Actionfilme von Bollywood ja inzwischen einen Namen gemacht. Der Film ist einer der wichtigsten Bestandteile der modernen Alltagskultur Indiens.

Mit mehr als 1000 Produktionen jährlich ist die indische Filmindustrie die größte der Welt.

Bollywood ist dabei der umgangssprachliche Name für die beliebte, in Mumbai angesiedelte Hindi-Filmindustrie. Dazu gehören in Wahrheit aber auch die anderen indischen Zentren der Filmproduktion in den Sprachen Bengali, Kannada, Malayalam, Tamil und Telugu.

Vlog nabomade: Natürlich Bottrop

Die kulturelle und sprachliche Vielfalt spiegelt sich auch in diesem Genre wider. Bollywood-Filme sind normalerweise Musicals oder Filme, die mindestens eine Szene mit Tanz und Gesang haben. Von den Schauspielern wird erwartet, dass sie tanzen können, während die Gesangseinlagen von professionellen Sängern übernommen werden.

Die deutschen Wurzeln von Bollywood

Die häufig mehr als drei Stunden dauernden Werke enthalten dabei eine mitunter wilde Mischung aus Liebesgeschichten, Comedy-Einlagen und Action in einem Drehbuch, das den Zuschauer kaum zu Atem kommen lässt. Solche Filme werden nach der indischen Gewürzmischung umgangssprachlich auch Masala-Filme genannt.

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Interessant ist die Entstehungsgeschichte Bollywoods. 1925 begann eine fruchtbare deutsch-indische Zusammenarbeit zwischen Franz Osten, einem Regisseur der Münchner Filmproduktionsgesellschaft Emelka (heute Bavaria Film), und dem Rechtsanwalt und Hobbyschauspieler Himansu Rai.

Osten als Regisseur und Rai als Produzent schufen gemeinsam mehrere Stummfilme und legten so den Grundstein für die Filmproduktion in Indien. In den 1930ern gingen abermals vier Deutsche nach Indien um das erste Bollywoodstudio mit aufzubauen und halfen so den Indern die Film- und Vermarktungstechnik zu entwickeln.

Farid Zitoun und Christian Rüger - Sommer 2018

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Doch nicht nur in Indien entstehen spannende Filme. Auch das nabo (kurz für Naturheilzentrum Bottrop) produziert regelmäßig Videos zu den Themen Gesundheit und Lifestyle. Hier findet ihr das aktuelle Sommervideo mit weiteren Urlaubstipps. Jetzt schnell anschauen und am Besten direkt den YouTube-Kanal des Naturheilzentrum Bottrop abonnieren.

Habt eine schöne Urlaubszeit, bleibt vor allem gesund und nutzt die freie Zeit für echte Erholung. Mit völlig fremden Eindrücken, die einen weit vom eigenen Alltag entfernen, geht das besonders gut. Als Schmankerl empfehle ich den Beitrag „Lifestyle & Gesundheit – Summer Feeling made in Bottrop. nabo News: 6 Tipps für erholsamen Urlaub im Ruhrgebiet“ (https://naturheilzentrum.com/de/news/urlaubstipps-gesundheit-lifestyle-sommer-2018/)

Vielleicht habt ihr jetzt Lust auf Indien oder Bottrop bekommen. Wart ihr selbst schon einmal dort? Oder habt ihr vielleicht auch schon Yoga für euch entdeckt? Schreibt mir gerne eure Reise- oder Erholungstipps! Ich freue mich darauf.

 

über den autor

christian rüger

christian rüger

... lebt gesundheit vor. mit enormem wissen und ruhe, aber vor allem auch interessiert, bewegt er MENSCHEN. als zuverlässiger vertreter der naturheilkunde von morgen, vermittelt der institutionsleiter des naturheilzentrum bottrop sein wissen, unter anderem als autor, dozent und lehrkraft. patienten vertrauen besonders auf seine fähigkeiten in der behandlung von chronisch-degenerativen augenerkrankungen. christian rüger stellt mit seinen therapeutischen ansätzen eine bereicherung in der komplementärmedizin dar und erhält dafür über die grenzen deutschlands hinaus beachtung.

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